Verteidigung gegen die Dunklen Künste|08.10.15|7. Jahrgang

    Verteidigung gegen die Dunklen Künste|08.10.15|7. Jahrgang

    Professor Felps ist noch nicht anwesend!

    Im Raum stehen 3 Couchen, so das ein U gebildet wird, an der Front steht die Tafel und ein Stuhl für Professor Felps, in der Mitte stehen Teekannen - ES DARF SICH GENOMMEN WERDEN xD - und Tassen. Nichts in den Raum weist darauf hin was das Thema sein wird. Die Schüler dürfen alle eintreten und sich setzen.

    Auf der Tafel steht:

    Stellt eure Taschen neben der Tür ab und setzt euch. Ihr werdet nichts außer euren Kopf brauchen.




    <3
    So langsam nahm der Unterricht Zug an und man merkte deutlich das wir uns in unserem Abschlussjahr befanden. Nicht nur das Niveau des Unterichtsstoffes war deutlich gestiegen sondern auch die damit verbundenen Arbeiten. Ich hatte zwar schon immer viel Zeit in der Bibliothek verbracht, aber dieses Jahr hatte es ein neues Hoch angenommen, was vielleicht aber auch daran lag, das ich es mit dem Quidditch Training und natürlich mit der gemeinsamen Zeit mit Jayden unter einen Hut bringen wollte, denn natürlich hatte ich weiter meinen Ehrgeiz einen guten Abschluss zu machen. Immerhin wusste auch ich mittlerweile, was ich nach der Schule gerne machen würde und brauchte dafür definitiv gute Noten.
    Aber jetzt erstmal Verteidigung gegen die dunklen Künste, ein Fach das in den letzten Monaten deutlich an Wichtigkeit gewonnen hatte, vorallem nach dem Vorfall auf dem Abschlussball. Ich hatte mir fest vorgenommen noch mehr in diesem Unterricht zu geben, damit ich beim nächsten mal besser reagieren konnte. Umso überraschter war ich als ich als Erste den Raum betrat, nichtmal Professor Felps war da. Verwundert sah ich mich um und zog nochmal meinen Stundenplan heraus um mich zu vergewissern das ich auch wirklich richtig hier war, aber es stand definitiv Verteidigung an. Also ließ ich meine Tasche an der Tür zu Boden sinken und steuerte die Sofas an, der Vorteil ich konnte mir einen Platz aussuchen und wählte den ganz am rand der Couch direkt neben dem einzelnem Stuhl, ich war ja wirklich gespannt was wir heute behandeln würden, denn man konnte nicht wirklich erahnen was heute geplant war. Ich lehnte mich etwas nach hinten und wartete geduldig ab.

    Nie hätte sich Selene träumen lassen, dass es irgendwann hier zu Ende gehen würde. Hogwarts, dachte sie, würde sie ewig besuchen. Es war ein zweites Zuhause geworden, doch in wenigen Monaten schon...was sollte die Rumänin denn machen? Also danach? Trotz der Berufswoche im letzten Jahr hatte das Mädchen immer noch keinerlei Ahnung, welchen Weg sie nach dem Abschluss einschlagen würde. Es war doch zum Drachen melken!
    Trotzdem saugte Selene alles auf, was die Lehrer noch versuchten ihnen vor den finalen Prüfungen zu lehren. Und gleich fing der Kursus bei Professor Felps an. Behände tippelten die Schuhe auf dem Stein, schlängelten sich durch andere Schüler durch, die ebenso auf den Weg zum Unterricht waren. Ein "Alo" hier, ein Winken da. Oh, da wurde Woodrow überholt der wie schon zu Beginn des Schuljahres eine Miene zog, die die Hufflepuff ungeschickterweise nur mit einem heftige Gewitter beschreiben konnte. Als wäre es für immer so eingemeißelt. Doch um anderer Leute belange sollte sie sich nicht kümmern. Auch wenn sie Zaubertränke nicht mehr belegte, und in Zauberkuns und Verwandlung eine ziemliche Granate war, war das mit der Verteidigung gegen finstere Mächte doch eine andere Geschichte!
    Vor dem Klassenzimmer blieb das Mädchen, eher, die junge Frau stehen, zum Luft schnappen. Sie wollte nicht prustend und hustend das Klassenzimmer betreten, nicht so gehetzt aussehen. Vorsichtig lugte sie hin und wieder mal rein, konnte aber nichts erspähen. Dabei hatte sie noch mitbekommen, dass Saphira in das Klassenzimmer eingetreten war. Ein wenig Nervös strich sich Selene den Rock der Uniform glatt, biss sich auf die Lippe und wagte es dann doch entgegen ihrer Instinkte das Klassenzimmer zu betreten.
    Zuerst war sie noch verwundert. Kein klassischer Unterricht heute hm?! Dann fiel ihr Blick auf die Tafel und damit zumindest erklärte sich der Schülerin das Arrangement des Klassenzimmers. Vorsichtig legte sie ihre Tasche ab und steuerte auf die Mitschülerin zu, die ebenfalls bereits im Klassenzimmer war.
    "Hey Saphira, darf ich mich zu dir setzen?", fragte sie der Gewohnheit schüchtern. Noch immer fiel es der Hufflepuff schwer mit anderen Schülern zu kommunizieren und soziale Kontakte aufzubauen.


    Es gab so gewisse Tage wo man sich einfach nur die Decke über den Kopf ziehen wollte, um in seine eigenen Gedanken abzutauchen und dort nach einer Antwort der offenen Fragen suchte. Als sich an diesem morgen die schweren Lider öffneten wollte ich mich nicht regen, das Wetter mit dem leichten nieseln stimmte passend dazu. Die Wolken hingen tief und der Wind ähnelte einem Sturm, der sich übers Land zog und die Baumkronen zum schrägen brachte. Dieser Tag, war so ein Tag und ich hatte noch keine Ahnung wie ich ihn überstehen sollte - wo ich doch eigentlich nur zurück wollte. Ich hing in meinen Gedanken um den Vorbereitungen auf die bevorstehende Prüfungen, auch wenn wir noch einige Monate vor uns hatten - es pendelte wie eine Uhr vor meinen Augen und erinnerte mich in jeder Minute daran. Vor und zurück ging sie, während ich anderen Schülern noch Nachhilfe gab - es hatte alles Vor- und Nachteile, jedoch machte mir Verwandlung wirklich schwer zu schaffen - weder hatte sich das Verhältnis zu Professor Pennebaker gebessert, noch verstand ich was er von mir wollte. Es war schwer zu glauben aber auch eine Aurora Baelish besaß dieses eine Unterrichtsfach wo sie Fragezeichen im Kopf hatte, doch auch Astronomie gehörte zu meinen Sorgenkindern - Sternenbilder zeichnen, wenn man denn was erkennen konnte. Müde strich ich mir eine dunkle Haarsträhne aus dem Gesicht und machte mich schließlich auf den Weg zu Verteidigung gegen die dunklen Künste - ohne meine flauschige Bettdecke, dabei würde ich mich gerne in sie einwickeln und die Stimme von Professor Felps einfach über mich ergehen lassen. Worum würde es wohl diese Stunde gehen? Meine Gedanken drehten sich noch um Zaubertränke und den Trank gemeinsam mit Josh und Saphira - was würde nun folgen? Ich gedachte an die Worte von Professor Felps am Ende des letzten Schuljahres, wo sie mir einen Vortrag über Wölfe für die unteren Jahrgänge vorschlug, aber wenn ich mir die neuste Spalte der Schülerzeitung anblickte... widerte es mich einfach nur an was die jüngeren Schüler darüber dachten. Als ob ich tatsächlich eine Affäre mit Professor Flynt hatte. "Hallo ihr beiden.", brummte ich leise begrüßend und ließ mich auf einer Couch nieder, konnte Teekannen und Tassen erblicken - kein Zettel, nichts hing dran - na prost. "Als ob sich das mit Verwandlung nicht herum gesprochen hat.", maulte ich leise und klemmte mir meine Jacke hinter den Kopf und kuschelte mich noch ein wenig in die Lehne der Couch. Das würde ich sicherlich nicht noch einmal machen, sollten sie doch alle an ihrem Tee und Kaffee ersticken - Professor Pennebaker kann sich gleich als erstes einreihen, ich braue ihm auch ein Süppchen, eigenes auf ihm abgestimmt. Dieser Gedanke gefiel mir, doch nutzte ich die paar Minuten noch für ein schnelles Power-Napping.

    Happiness, I'm sorry you've been on hold
    The doors will be open, bring it all home
    Cause what it is, feels like a summer song
    I'll stay there forever, now that I remember

    Noch im Gehen flochten meine Finger meine dunkle Löwenmähne in einen holländischen Zopf; ein Unterfangen, welches im Stehen wohl reichlich einfacher gewesen wäre. Wie üblich war ich aber knapp dran, was den Unterrichtsbeginn betraf, und auch wenn die Worte 'I'm sorry I'm late, but I'm kind of always late, so I'm kind of always sorry" quasi mein Lebensmotto waren, hatte ich doch nicht vor, mich mit Professor Felps anzulegen. Ich wusste, dass die Professorin bei den meisten gut ankam, war sie doch hübsch und intelligent, doch fiel es mir schwer, ausser Acht zu lassen, dass sie trotz allem eine Löwin war, dessen Biss ich nicht zu spüren bekommen wollte. Männer waren simpel - vor ihnen hatte ich kaum Angst. Aber die weiblichen Professorinnen waren da schon eine ganz andere Gesichte, und bat den etwas unebenen, nicht ganz gelungenen Zopf eben als Opfergabe dar. Wenn das alles war, was ich zu zahlen hatte, waren die Kosten ja fraglos tragbar.
    Die letzten Strähnen (ungefähr) an ihren Zielort packend erreichte ich, etwas aus der Puste und mit vom schnellen Laufen geröteten Wangen, das Klassenzimmer, welches mich - natürlich - erst einmal mächtig ins Stocken brachte. Sofas? Was bei der allmächtigen Marlene Dietrich ging denn hier ab? Ich wusste zwar, dass mir ein Gespräch mit einem Therapeuten bestimmt nicht schaden würde, aber so eine Gruppentherapie mit der Felps und dem Rest des Hühnerhaufens war dann doch nicht, was ich mir vorgestellt hatte.
    Eine Augenbraue argwöhnisch in die Höhe ziehend schmiss ich meine lederne Tasche, welche zuvor noch lässig über meiner Schulter gehangen hatte, zu den anderen auf den Boden. Anweisungen befolgen konnte ich ja grade noch. Dass ich jedoch nur meinen Kopf zu brauchen schien in dieser Stunde schien mir dann doch ein wenig suspekt; ich war schliesslich auch nicht gerade wegen meiner Intelligenz bekannt.
    Mich mit einem unüberhörbaren "umpf" und einem darauffolgen " 'Tach, allerseits!" neben Aurora auf die Couch schmeissend beschloss ich, die Absurdität dieser Unterrichtsstunde nicht weiter zu hinterfragen und für einmal einfach mit dem Strom zu schwimmen. Es half, dass ich heute eine ausgezeichnete Laune hatte; etwas, was bei mir in letzter Zeit verhäuft vorzukommen schien und was nicht nicht so ganz zu verstehen mochte. Natürlich würde ich mich nicht beschweren - nach allem, was im letzten Schuljahr so passiert war, hiess ich all die Endorphine umso mehr willkommen.
    Meine Hausgenossin schien dieses Stimmungshoch nicht zu teilen. Das war ja mal wieder typisch - Aurora und ich schafften es aber auch nie, auf der gleichen Welle zu reiten. "Welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen, Dollface?", erkundigte ich mich, durch die plötzliche Entdeckung des Tee-Sets auf dem Tischchen nicht gerade minder abgelenkt. Auf der einen Seite interessierte es mich brennend, warum Aurora aussah wie ein Knautschball, welchen man ein wenig zu doll gedrückt hatte - andererseits war da Tee, und ich hatte nie behauptet, dass meine Prioritäten mit den sozialen Normen übereinstimmten. Ob ich ärger bekommen würde, wenn ich mir ein Tässchen gönnte? Ach, zum Teufel damit - wenn die Felps mich vergiften wollte, hätte sie dann eben Erfolg. Es gab nun durchaus Tragischeres. Also lehnte ich mich nach vorn und goss, mit aller Grazie aus siebzehn Jahren des Tee-Ausschenkens, die Flüssigkeit in eine der Tassen. Die in meiner Brust aufkeimende Wärme mit einem Lächeln quittierend lehnte ich mich wieder zurück und stiess Aurora mit meiner Schulter sacht an, um sie aus ihrem seltsamen Zustand zu bringen. Sie war doch sonst immer so widerlich begeistert, wenn es um Unterricht ging. Ob ich mir ernsthaft Sorgen machen musste? Was, wenn tatsächlich ich heute diejenige war, die Ravenclaw gut vertreten musste? Oh heilige Maria, alles nur das nicht.

    @Aurora Blake Baelish

    CANDY IS DANDY BUT LIQUOR IS QUICKER


    Dollface. Die liebliche Stimme von Miss Erin Aubrey O'Shea riss mich aus meinem kleinen Entspannungsschläfchen und abgespannt wurde ein Lid angehoben, das Auge geöffnet und die dunkelhaarige abwägend angesehen. "Keine Laus.", brummte ich verschlafen und richtete die zerknitterte Jacke an meinem Hinterkopf, drückte den weichen Stoff zusammen und quetschte meinen Schopf wieder in die bequeme Kuhle. Das eine Bein hing schräg über der Lehne, wo auch der Ellenbogen ruhte und schief war der kleine Blick auf die Ravenclaw gerichtet. "Du solltest wirklich aufhören mich als fehlerlos zu betrachten.", dabei landete das Kinn auf der Innenseite der Handfläche, ehe sich die Augen wieder schlossen. Es gab eine Zeit wo ich ihre Denkweise über mich durchaus nachvollziehen konnte aber so makellos war ich bei weiten nicht, auch wenn es über die vergangenen Jahre eine sichere Zuflucht geworden war - wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein! Wie passend. Niemand kann ohne Sünde sein - auch wenn die ein oder andere gut versteckt wurde. Leise plätscherte das dampfende Gebräu in eine Tasse als sich die Kameradin neben mir bediente und ein wohliger Geruch nach frischen Tee durch die Luft zog. "Es umgibt mich keine strahlende weiße Energie, wie du es gerne denkst aber ich muss dich enttäuschen - auch ich, und nun halte dich gut fest, rutsche uns bloß nicht von der Couch, besitze Schwächen, sowie Fehler, sogar ein ganzes Repertoire davon.", ein Mundwinkel wurde schwach nach oben gezogen als ich ihre Tasse betrachtete. Sollte ich raten? Sie würde für diese abscheuliche Tat des Tee-Diebstahls wohl keinen Vortrag von Professor Felps erhalten. Doch war ich über ihre gute Laune mehr verwundert, wo kam die denn bloß her? Hatte sie etwa angefangen zu lernen und war nun bestens auf den Unterricht vorbereitet oder war es eine Verabredung mit einer anderen nach dem Unterricht die ihre Laune hob? So sicher konnte ich das nicht sagen, jedoch würde es meinen Gedankengang auch nicht weiter beherrschen können, denn dieser driftete in diesem Moment wieder ab, zu einem anderen Thema und verweile dort eine Weile, ehe ich zur Tür blickte, auf die anderen Klassenkameraden wartete.

    @Erin Aubrey O'Shea

    Happiness, I'm sorry you've been on hold
    The doors will be open, bring it all home
    Cause what it is, feels like a summer song
    I'll stay there forever, now that I remember

    Man sollte ja nicht meinen, dass einige den Unterricht ernster nahmen, weil man sich im letzten Schuljahr befand. Man nahm sich ein Beispiel an den Weasley-Zwillingen die vor Vollendung der Schullaufbahn getürmt - und sich danach ihr Scherzartikelimperium aufgebaut haben. Eine schöne Geschichte, und eine Seltenheit!
    Sie hatten es klug gemacht, die Zeiten wurden damals dunkler und die Menschen sehnten sich nach etwas Leichtigkeit, gegen den trüben Alltag und der Angst.
    Die Zeiten jetzt, waren nicht minder dunkel, aber nicht spürbar. Nach dem Ball letzes Jahr hatte man einen kleinen Geschmack darauf bekommen, dass sich etwas zusammen braut. Doch es schien nun so, als wäre es gar nicht passiert, außer dass eben...Schüler gestorben waren. Die Zeitungen waren voll davon,und selbst die Schülerzeitung machte davor nicht halt. Er hatte tatsächlich seine Nase in die Ausgabe gesteckt nur um von den Bildern der Verstorbenen angelächelt zu werden. Grotesk!
    Aber das machte diesen Unterricht dafür wohl umso wichtiger, notwendiger. In kleiner Dimension war es Unterricht, das erlernen neuer Zauber und das Buhlen um guten Noten, um das Zeugnis vorzeigbar für die bevorzugte Karriere aufzupolieren. Blickte man über den Horizont hinaus, so wappnete man sich auch gegen solche Angriffe, erlernte mit der Zeit immer mehr, sich selbst und andere zu verteidigen. Die Feinheit lag darin, im Ernstfall instinktiv richtig zu entscheiden. Und das konnte man nicht lernen.
    Und dennoch brauchte Joshua eher die gute Note in den UTZ. Eine Karriere im Ministerium strebte er nämlich nicht an. So schlurfte er mit einem Apfel in der Hand zu dem Klassenzimmer und er war noch pünktlich dran. So konnte er gemächlich dahinflanieren und genüsslich das Obst verzehren.
    Andere hingegen, flitzen wie Eichhörnchen durch die Gänge um zu ihren Unterrichtsräumen zu gelangen. Es war gleichermaßen Interessant, sowie Amüsant. Zumindest war es das, bis er das Klassenzimmer betrat!
    Nur Weiber da, und Rora fauchte Erin irgendwie an, aus welchem Zusammenhang auch immer. Mädchen eben. Auch äußerst Amüsant. Seine Mundwinkel zuckten kurz nach oben, bevor ihm die Konstallation auffiel in der Professor Felps das Klassenzimmer heute eingerichtet hatte. Sah mehr aus, wie ein Redekreis bei einer Gruppentherapie. Es gab sogar Tee?! Herrje! Und dann noch der Schriftzug auf der Tafel, eindeutig Gruppentherapie. Dabei hatte er so gar keine Lust auf Gesprächs- und Diskussionsgruppen.
    Er selber ließ sich auf die noch unbesetzte Couch nieder, nachdem er seine Tasche wie angeschrieben neben der Tür abgelegt - eher achtlos hingepfeffert - hatte. Allein unter Weibern, er hielt lieber die Klappe und lehnte sich zurück, schloss noch mal die Augen. Begrüßen wurde eh überbewertet. Vielleicht kam noch jemand überraschend pünktlich, oder kamen mit fadenscheinigen Ausreden zu spät!
    ~It`s always important to look your best, when you feel your worst~

    ~And when you die the only kingdom you`ll see
    is two foot wide and six foot deep~

    Verteidigung gegen die dunklen Künste, mein absolutes, absolutes Lieblingsfach, seit der ersten Klasse. Nicht an einem einzigen Tag hatte sich das verändert, schon immer hatte ich dieses Fach geliebt und dementsprechend war ich auch an diesem Morgen ziemlich gut gelaunt, als ich im Gemeinschaftsraum drauf wartete, dass Calvin sich endlich dazu bequemte zu kommen. Und ja das tat er dann nun endlich auch. "Du hast aber ganz schön lange gebraucht Cousin. Ich will nicht zu spät kommen, das solltest du wissen"
    Mir fiel auf, dass Calvin nicht wirklich gut aussah, die Haare länger als sonst und recht strubbelig und richtig fröhlich sah er auch nicht aus. Besorgt verzog ich das Gesicht, schwieg aber zunächst, während wir uns auf den Weg zum Klassenzimmer machten. Dann allerdings hielt ich es nicht mehr aus und zog meinen Cousin kurz am Arm, sodass er stehen blieb. Mir schien, als wollte er gerade fragen was los sei oder mir einen sarkastischen Kommentar wie: Warum bleiben wir jetzt stehen, du wolltest doch schnell zum Unterricht? geben würde, allerdings kam ich ihm zuvor. "Clavin du bist mein Cousin, du weißt ich will dir auf keinen Fall was böses, aber du solltest Mal zu Frisör gehen." Es war weniger ein Rat, mehr eine Ermahnung, die ich allerdings sanft und nicht schroff ausgesprochen hatte. "Und ich will jetzt auch keine Ausreden hören, sonst übernehme ich das nach dem Unterricht persönlich", mit diesen Worten zog ich meinen Zauberstab ein Stück aus meiner Umhangtasche und schenkte ihm ein Grinsen, obwohl mein Blick weiterhin besorgt war.
    Dann schleppte ich ihn mehr oder weniger weiter mit zum Unterricht. Mir war schon in letzter Zeit aufgefallen, dass Calvin komisch drauf war und auch wenn er unglaublich verschlossen wirkte, ich würde ihm mächtig in den Arsch treten, damit er Mal wieder in der Realität ankam. Als seine Cousine war das zum einen meine Pflicht und zum anderen mein gutes Recht. Mir gefiel nicht, wie er sich scheinbar entfernte und ich würde nicht zulassen, dass das enge Band, dass durch unsere geteilten Familienprobleme entstanden war, sich lockerte oder gar riss.

    Am Klassensaal angekommen blieb ich kurz stehen und ließ meinen Blick zum einen über die Sofas und die dort bereits sitzenden Schüler, zum anderen auch zur Tafel wandern. Schon wieder ein aufgelöster Klassenverband mit geütlichem zusammensitzen. "Meinst du wir können heute den Tee trinken ohne dafür angeschnauzt zu werden?", scherzte ich, ehe ich meine Tasche neben der Tür auf den Boden knallen ließ. Allerdings packte ich meinen Zauberstab nicht in die Tasche, sondern behielt ihn bei mir in meinem Umhang.
    Dann zog ich Calvin sanft hinter mir her, während ich auf ein Sofa zusteuerte und den bereits anwesenden ein warmes Lächeln schenkte.
    Nachdem ich jeden kurz mit meinem Lächeln angesehen und etwas von meinem enthausiasmus hoffentlich auf den kleinen Haufen übergesprungen war, ließ ich mich auf die Couch plumpsen. "Schon jemand ne Ahnung, was Felps geplant hat?", fragte ich in die Runde.

    // in Absprache mit @Calvin McLafforth wird dieser ohne Rücksicht auf Verluste einfach mitgeschleppt :)

    Meinen Dank an Tobi <3
    Die Signatur ist einfach magisch
    "Professor Felps ---" sagte ich relativ streng als ich den Raum betrat und den letzten Satz von Rose vom Flur aus hören konnte, wie dem auch sei, es sollte mich ja nicht wirklich interessieren. Sollten die Schüler sagen was sie wollten, mir war das eigentlich vollkommen egal, die Hauptsache war das sie heute mit machten und sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst wurden. Denn um dieses ging es heute, weswegen ich zumindest erfreut war das die Schüler einer Anweisung folge leisten konnten, denn das wäre das was auf sie zukommen würde wenn sie ihre schulische Ausbildung beendet hatten. "Wie ich sehe haben Sie es sich alle schon bequem gemacht, ich würde Sie bitten eine gerade Haltung einzunehmen." fügte ich noch an nachdem ich die Tür schloss und damit eben auch andeutete das der Unterricht beginnen würde. Die Schüler die nun noch nicht anwesend waren, kamen zu spät aber was sollte ich dazu schon sagen, es gehörte wohl eben dazu das man sich im letzten Schuljahr keine Mühe gab, wo es doch selbst Joshua pünktlich zum Unterricht geschafft hatte. Er saß hier während Schüler die ich eigentlich erwartet hatte nicht anwesend waren, so lief ich schweigend an den Schülern vorbei, betrachtete jeden mit einem freundlichen Blick. "Es stimmt mich traurig das außer Miss O'Shea sich keiner traut Tee zu trinken. Ich weis Sie haben schon was anderes in diesem Schuljahr erlebt, aber glauben Sie mir, Sie können sich gerne nehmen." Mit diesen Worten drehte ich die Tafel - zum Vorschein kam: Eine Teilung der Tafel, auf der einen Seite stand Schwächen und darunter die Namen der Schüler, die Zeile daneben war frei, auf der anderen Seite stand Stärken als Überschrift und ebenfalls die Namen da drunter nur das in einer Zeile etwas stand. Bei Aurora Baelish war die Zeile bereits gefüllt, Werwölfe stand unterstrichen hinter ihrem Namen so sie ihr Thema schon hatte. Dennoch setzte ich mich erstmal und beobachtete alle samt. Ehe ich mir selbst eine Tasse nahm und Tee in diese Füllte. "Wie sie sehen möchte ich wissen ob Sie sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst sind, die Stärken um zu sehen wer von Ihnen alles einen Vortrag in den unteren Jahrgängen halten darf - so wie Aurora dies tun wird und in welchen Themen sie noch Hilfe brauchen um in Verteidigung eine gute Note zu erhalten. Es geht jetzt erstmal ausschließlich um Ihre Stärken und Schwächen. Sie dürfen mir mehrere Schwächen nennen aber nur eine Stärke, dies nicht um Sie zu ärgern sondern weil es für mich interessant ist wo sie ihre größte Stärke sehen." erklärte ich und nahm einen Schluck von meinem Tee, so das ich die Schüler über den Tassenrand anschauen konnte. "Wer möchte anfangen?"




    <3
    Die Ankunft der Professorin kam für meine Verhältnisse dann doch etwas plötzlich und irgendwie unerwartet. Klar hätte ich damit rechnen müssen, dass sie immerzu eintreten konnte, aber hatte sie wirklich genau jetzt reinkommen müssen? Natürlich hatte sie die Abkürzung, die ich genutzt hatte gehört und bei ihrer recht strengen Verbesserung biss ich mir auf die Unterlippe. "Entschuldigung, Professor Felps", murmelte ich ein wenig kleinlaut als Entschudigung. Klar, es war einfach PEch gewesen, dass sie es gehört hatte, aber ich war mir ziemlich sicher, dass die Hauslehrerin es mir nicht böse nehmen würde, vor allem, nachdem ich mich entschuldigt hatte.
    Obwohl ich mir wohl bewusst war, dass wir den Tee trinken durften, diesmal wirklich, hatte ich keine Lust auf Tee. Wirklich nicht, normalerweise trank ich ihn gern, aber heute war mir einfach nicht danach. Mein Blick huschte kurz zu Calvin, den ich neben mich auf die Couch gezogen hatte, bevor ich mich wieder auf die Professorin konzentrierte.
    Also setzte ich mich ein wenig aufrechter hin und schaute zur Tafel, welche sie gerade umgedreht hatte.
    Schwächen und Stärken, hmm? Nachdenklich runzelte ich die Stirn, unsicher welches Thema es gab, bei dem ich Probleme hatte oder unsicher war. Eigentlich hatte ih mich immer ganz gut gesehen, was VgddK anging, hatte nie wirklich darüber nachgedacht ob und wo meine Schwächen in diesem Fach waren. Ehrlich gesagt hatte ich allgemein nie viel darüber nachgedacht, wo meine tärken und Schwächen lagen, das ich eigentlich nie wirklich irgendwelche Probleme bei dem Fach hatte. Mein Blick glitt von der Tafel auf meine Hände, während mein Kopf weiter ratterte. Dann kam mir doch eine Idde, es gab tatsächlich Themen, bei denen ich unsicher war, Themen, die zumeist rein theoretischer Form waren. Zuerst zögerlich, dann aber doch entschlossen hob ich die Hand und meldete ich mich zu Wort: "Ich denke, dass zu meinen Schwächen die Themengebiete Vampire und Werwölfe gehören", auch wenn dies nur teilweise zutraf. Ich wusste schon einiges über beide Wesen, allerdings doch lange nicht alles und da mir gerade sonst nichts einfiel hatte ich entschlossen diese Themen zu wählen. "zu meinen Stärken hingegen gehört vor allem das Wissen über schwarzmagische Flüche" Eigentlich lag mir am meisten Flüche und Gegenflüche auszuführen, allerdings war das dann doch ein sehr allgemeines Thema und eher nichts worüber mich die Professorin in den anderen Klassen einen Vortrag halten lassen würde. Mein Blick richtete sich wieder auf die Professorin und ich versuchte ihrer Mimik zu entnehmen, ob sie mit dem, was ich gesagt hatte zufrieden war. Ich hatte nie Probleme in dem Fach gehabt und es war mir wirklich schwer gefallen überhaupt eine Schwäche zu finden. Das meinte ich keinesfalls eingebildet, sondern es war einfach eine Tatsache, dass VgddK mein Lieblingsfach war und das nicht grundlos. Ich hatte eigentlich nie wirklich Verständnisprobleme gehabt, zumindest kein, an die ich mich in irgendeiner Weise erinnerte.
    Mein Blick glitt dann wieder kurz über meine Mitschüler, während ich abwartete, wer als nächstes das Wort ergreifen würde, um seine Schwächen und Stärken mitzuteilen.

    Meinen Dank an Tobi <3
    Die Signatur ist einfach magisch
    Es hatte mich an diesem Tag besonders viel Überwindung gekostet mich aus dem Gemeinschaftsraum zu bequemen und mich auf den Weg zum bevorstehenden Unterricht zu begeben. Nur allzu gern hätte ich ausnahmsweise einen feuchten Kehricht auf die Verantwortungen als Abschlussjahrgang gegeben und lieber geschwänzt. Geraume Zeit hatte ich die Option überdacht, ob ich nicht doch eher im Bett liegen bleiben und mir die Decke über den Kopf ziehen sollte. Allerdings hatte ich in meiner Cousine eine Person gefunden, die es sich nicht nehmen lassen konnte im Unterricht mit ihrer Anwesenheit zu glänzen. Ob es nun zu meinem Glück oder Pech sei, dass wir einen nahezu identischen Stundenplan teilten, sei dahingestellt. Dabei kosteten mich jeder Schritt und jeder Atemzug außerhalb meiner Komfortzone Überwindung, da meine verworrene Gedankenwelt, die es zu entwirren und wie ein Puzzle zu lösen galt, den wesentlich bequemeren Tagesablauf von einst bestimmte. Die Flucht vor dem Alltag und den mit ihm verbundenen Begegnungen mit Nijura schienen mein Leben zu bestimmen. Seit dem Abschlussball hatte ich weder Kontakt zu ihr aufgenommen, noch das kleinste Wort mit ihr gewechselt und genau das ließ das hitzköpfige Temperament in mir aufbrodeln. Im Nachhinein hätte ich ihr verdammt gern meine Meinung gesagt und ihr ins Gesicht gesagt, wie verflucht kacke ihre Aktion war. Stattdessen konzentrierte ich meine Wut gerade höchstwahrscheinlich auf die falsche Person, wobei, Rosemarie ging mir an jenem Morgen mit ihrer betont fröhlichen und motivierten Art besonders auf den Keks. Der Ärger staute sich in mir auf und wenn ich ihm nicht gleich Luft verschaffen würde, so würde ich sicherlich im nächsten Moment in die Luft gehen. "Meine Güte, du hättest mich ja auch in Ruhe lassen können. Immerhin schnauze ich dich nicht an einem deiner unzähligen Bad Hair Days an, wenn du jeden im Umkreis von vierhundert Metern anfauchst, sondern gehe stattdessen auf Abstand. Solltest du vielleicht ebenfalls versuchen.", gab ich patzig zurück und warf ihr einen abschätzigen Blick von der Seite zu, ehe ich mir die Hände über dem Kopf zusammenschlug und sie gespielt schockiert ansah. "Ach herrje, warte! Lass mich nur rasch hier im Nirgendwo einen Friseur aufsuchen, bis zum Abendessen bin ich aber bestimmt zurück. Mein Catweazle-Auftreten darf ich dir einfach nicht länger zumuten, du Ärmste! Und anfassen solltest du mich erst recht nicht." Meine sonst so ruhige Stimme polterte lauthals los und schien durch den Gang zu schallern. "Mensch, genialer Einfall, Miss Oberschlau. Mannschaftskapitän, Liebling der Familie und selbst in der Schule allseits geschätzt, du musst es ja wissen. Es würde mich wundern, wenn du neben all diesen Grandiositäten nicht nebenher noch eine Begabung fürs Haare schneiden hast, die Westilla mit den Scherenhänden! Schieß los, schlägst du mir als nächstes einen Termin im Nagelstudio vor? Bitte, lass mich an deinen Weisheiten teilen!" Überrascht über meine garstigen Worte schlich sich für einen kurzen Moment ein etwas verdutzter Ausdruck auf meine Gesichtszüge, doch erst einmal in Rage geredet war ich kaum zu bremsen. Es folgte ein Handgriff in die über die Schulter geworfene Schultasche und bereits nach wenigen Sekunden hielt ich triumphierend ein Haargummi in Händen. Noch im Laufen knotete ich die dicken dunklen Locken zu einem halbherzigen Dutt zusammen und sah sie dann erwartungsvoll an. "Besser so? Mademoiselle müssen nicht länger diesen grauenhaften Anblick ertragen, eine Zumutung war das! Dass ausgerechnet du dich wie Irma und Emerson benehmen würdest und mich wie ein kleines Kind behandeln möchtest, das nicht auf sich selbst aufpassen kann... das hätte ich nie von dir erwartet.", knurre ich wütend, zügelte mich dann allerdings wenige Meter vor dem Klassenraum. Ich atmete tief durch, gab noch ein müdes "Wir besprechen das später weiter." zum besten, dann schlängelte ich mich an ihr vorbei zu einem der freien Sitzplätze neben Joshua. Es war mir klar, dass sie das gesagte nicht auf sich sitzenlassen würde und darauf bestehen würde sich neben mich zu pflanzen, dennoch wandte ich mich demonstrativ von ihr ab, lediglich ein "Hmhm." bezüglich ihrer letzten scherzhaften Aussage ließ ich verlauten.
    Ganz den Wünschen der Professorin folgend hatte ich meine Ledertasche links neben der Tür stehen lassen, aller Wahrscheinlichkeit nach hatte ich ohnehin nicht die richtigen Bücher für den Unterricht dabei gehabt. "Soll das hier 'ne Selbsthilfegruppe werden?", grummelte ich dem Woodrow wenig begeistert zu und musterte dann stumm den Rest der Gruppe. Niemand von ihnen schien sonderlich erpicht darauf zu sein den Vortritt zu haben und auf die Fragen von Miss Felps einzugehen, welche kurz zuvor sich und ihre Vorhaben für die Stunde erklärt hatte. Alle, bis auf Rosemarie, die selbstredend die erste sein musste, die sich in gutes Licht rückte. Ich verdrehte die Augen und beschloss meinen Beitrag für die Stunde so schnell wie möglich hinter mich zu bringen. Auch nach all den Jahren hatte ich keinen Gefallen daran gefunden vor größeren Gruppen zu sprechen und so klang meine Stimme zunächst brüchig, bis ich Wort für Wort wieder an Lautstärke gewann. "Zu meinen Stärken zähle ich das Beherrschen des Patronuszaubers. In 99 Prozent aller Fälle bringe ich einen funktionsfähigen Patronus zustande, der es mit den Dementoren aufnehmen könnte.", sagte ich mit einem vielsagenden Blick in Richtung unserer Hauslehrerin. Sicher erinnerte sie sich daran, dass die Nachhilfestunden für Orlando Berkley nicht sonderlich lang zurücklagen und er unter meiner Fittiche seine gröbsten Fehler hatte ausbessern können. "Dafür würde ich im direkten Zweikampf mit Gewissheit den kürzeren ziehen, bei den meisten Schutz- und Angriffszaubern bin ich nicht... energisch genug, sofern das die richtige Bezeichnung ist. Und bei unausgesprochenen Sprüchen wird es besonders problematisch. Reicht das?", meinte ich abschließend und lehnte mich mit vor der Brust verschränkten Armen auf meinem Platz zurück.


    // @Rosemarie Westilla Tausend Küsse, Rose. Ich bin etwas sehr ausfallend geworden. Irgendwann kriegst du von mir Pralinen dafür, was du hier alles aushalten musst. I'm so sorry xD <3
    Es wird sich außerdem neben @Joshua Woodrow gesetzt und sogleich der Senf zu der Stunde abgegeben.

    Danke dir, Niju! Love it! :love: <3
    Ich fixierte die blonde Lehrerin mit meinen grünen Augen und setzte mich schließlich aufrecht hin, streckte den Rücken dabei durch und schob den Kopf in den Nacken, spürte die Wirbel knacken, was gleichzeitig eine gewisse Entspannung durch meinen Körper schießen ließ. Der Leib war durch vergangene Tage erschöpft, wollte nur noch die pure Erholung spüren und neue Kraft daraus schöpfen. Doch was so leicht erklang war alles andere als einfach. Ihre weiche Stimme war nur im Hintergrund für mich zu vernehmen, leise wie ein Tonbandgerät dudelte es im Klassenzimmer vor sich hin, eher wurde das äußerst interessierte Mienenspiel meiner Klassenkameraden beobachtet und das sich auch weiterhin niemand an dem Tee bediente, zur Kenntnis genommen. So hielt ich es auch nicht für nötig mich daran zu bedienen, einmal sollte dieses Spiel ja funktionieren aber noch einmal hatte ich darauf gewiss keine Lust. Ein gebranntes Kind scheut das Feuer! Ich atmete schwer aus und blickte zur Tafel, lauschte der offenen Frage an meine Klassenkameraden und sah hinter meinem Namen klar und deutlich das Wort der 'Werwölfe' - Werwesen. Ich verengte ein wenig die Augen. Also meinte sie das tatsächlich ernst im letzten Monat des Schuljahres, einen Vortrag über Werwölfe vor dem chaotischen Haufen des 4. & 5. Jahrgangs. Die übertriebene Freude dessen konnte man mir klar und deutlich aus dem Gesicht lesen, hervorragend, ganz reizend - dabei sah ich doch noch das Gerücht von Professor Flynt und mir in der Schülerzeitung. Leise war das Geräusch zu vernehmen wie die Kanne angehoben wurde und der heiße Tee in die Tasse von Miss Felps floss. Langsam ging meine Hand in die Höhe. "Entschuldigung, stehen denn schon die Daten fest wann die Vorträge vor den unteren Jahrgängen abgehalten werden? In Kräuterkunde habe ich bereits den Unterricht für den 4. und 5. Jahrgang begleitet, Zaubertränke steht zumindest bei mir auch noch auf dem Plan - die Daten wären wichtig um zu planen.", fragte ich sie laut und plante im Kopf bereits die nächsten Monate vor - gerade das was im Kalender alles stand, dazu kamen auch noch die Nachhilfestunden mit Leopold und Lyanna, an die ich mich demnächst wenden wollte. Zumindest die Nachhilfe mit Leopold würde so schnell nicht Licht in die Dunkelheit bringen, das würde mich wohl bis zum Abschluss beschäftigen. Auch standen die Vorbereitung der Prüfungen bevor, die UTZ eines jeden Zauberschülers und darum sollte es uns gehen. Doch zurück zu den Fragen - Schwächen. Ich lauschte Rose und Calvin bei ihren Ausführungen, während sich die Gedanken um die Schwächen in diesem Unterrichtsfach drehten. "Verteidigung.", erhob ich schließlich wieder das Wort und rutschte auf meinem Platz der Couch hin und her. "Es ist für mich eher schwierig die Flüche abzuwehren, auch einen Patronus kann ich kaum erschaffen, von einem gestaltlichen brauchen wir gar nicht erst anfangen - bei den angreifenden Flüchen an sich habe ich kaum Schwierigkeiten gespürt, jedoch besitze ich deswegen keine Taktik - es ist eher ein willkürliches angreifen und bei den, von Calvin angesprochenen, Schutz-Zaubern hapert es auch eher. Es erfordert eine andere Form der Konzentration und Energie.", gab ich meine offenen Schwächen preis, hatte sie erst beim Abschlussball spüren können - der stechende Schmerz eines Fluches hatte mir einen blutenden Oberarm beschert, eine recht tiefe Wunde. Ich seufzte und schob mir die dunklen Haare aus dem Gesicht, blickte weiter auf meine Klassenkameraden und konnte den Geruch des aufgebrühten Tees wahrnehmen.

    Happiness, I'm sorry you've been on hold
    The doors will be open, bring it all home
    Cause what it is, feels like a summer song
    I'll stay there forever, now that I remember

    Ich sah überrascht auf als sich Selene zu mir kam "na klar setz dich" lächelte ich sie an und rutschte noch etwas um ihr Platz zu machen und beobachtet dann wie nach und nach die anderen eintrudelten und schlussendlich auch Professor Felps. Ich setzte mich aufrechter hin als der Unterricht begann und sah nachdenklich zu der Tafel, meine Stärke? Meine Schächen? Nun die Schwächen waren recht einfach, doch bei der Stärke haperte es doch etwas. Unruhig kaute ich mir auf meiner Unterliipe und lauschte den anderen "also ich würde sagen meine Shwächen sind , meine Schüchternheit, das ich schnell den Glauben an mich selbst verliere, in Astronomie bin ich eine absolute Niete und auch in Geschichte der Zauberei war ich nie wirklich gut " meinte ich leise und sah nachdenklich auf meine Hände " ich glaube meine Stärke ist Alchemie und darin vorallem die Herstellung von Heiltränken" kam es sehr leise über meine Lippen, während ich den Blik weiter verlegen gesenkt hielt, irgendwie schaffte ich es nach all den Jahren immer noch nicht laut vor der ganzen Klasse zu reden und so hob ich nur ganz langsam den Blick und sah fragend zu Professor Felps ob die Antwort ausreichend gewesen war oder ob sie mehr wissen wollte.

    So lauschte ich den Worten meiner Schüler und damit wurden bei Rosemarie die Zeilen gefüllt, hinter Stärken kam schwarzmagische Flüche und bei den Schwächen Vampire und Werwölfe. Es war interessant wie ihre Stärken und Schwächen lagen doch nickte ich nur und lauschte weiter, fügte bei Calvin den Patronuszauber zu den Stärken hinzu und Schutz-/Angriffszauber zu den Schwächen hinzu. "Waren Sie bei dem Duellierkurs Mr. McLafforth?" fragte ich freundlich, wobei ich die Antwort wusste und mich fragte wieso er nicht bei diesem Lehrgang war, denn dort hätte er was lernen können und wäre somit seinen Schwächen ein wenig entgegen gekommen, aber es war das letzte Jahr und ich hatte Zeit bei allen Schülern die Schwächen ein wenig raus zu nehmen, wenn das bedeutete das wir einen erneuten Kurs nur für diesen Jahrgang machen mussten dann war dies eben so. Generell wenn ich mir anschaute wo Aurora ihre Stärken hatte und Rosemarie ihre Schwächen hatte, dann musste ich mich doch fragen ob sich dieser Jahrgang nicht gegenseitig unterstützte, dies war sicher keine Kritik, sondern eher eine Feststellung die mir zu denken gab so das ich mir überlegen musste wie wir es am besten machen konnten. Kleine Lerngruppen, während des Unterrichts mit gemeinsamen Arbeiten welche sie außerhalb des Unterrichts erledigen sollten, wäre vielleicht eine Idee, doch das würde ich nach dieser Stunde entscheiden. Dafür war sie ja nun mal auch da, ich wollte wissen wie es um meine Schüler stand, ich wollte schauen wie ich sie am besten Fördern könnte so das sie gute Noten erhielten und somit lauschte ich weiter, schaute Aurora mit einem Interessierten Blick an. "Also genauso wie bei Mr. Mclafforth, interessant" mit diesen Worten fügte ich auch bei Aurora nun die Abwehr-/Schutz- und Patronuszauber hinzu, wobei ich meinen Blick wieder auf sie richtete. "Ich habe noch keinen Termin für Sie, würde aber sagen das wir uns vorher nochmal zusammen setzen, ich habe einige Informationen die Sie sicher noch nicht haben, Miss Baelish" mein Blick sollte doch wohl mehr aussagen als meine Worte dies konnten, wobei ich mir sicher war das die anderen davon nichts merkten, es war ein einfacher Blick einer Professorin die eine Schülerin anschaute. Aurora würde wissen was ich ihr damit sagen wollte. Wobei ich mich wunderte warum sie solche Differenzen hatte was die Ausführung von Zaubern betraf, aber dies äußerte ich nicht weiter weswegen ich meinen Blick auf Saphira richtete, hier war sie nicht meine Schwiegertochter in Spe sondern eine Schülerin aus dem Hause der Dachse und so versuchte ich sie auch zu behandeln, wie eine einfache Schülerin. "Nein Miss Magistra, ich meinte Ihre Schwächen in diesem Fach, ebenso Ihre Stärken welche mit diesem Fach zutun haben. Wie ihre Mitschüler dies getan haben" erklärte ich freundlich und räumte ihr somit eine neue Chance ein sich zu diesem Thema zu äußern, es war nur zu niedlich wie sie sich hier benahm, aber ich wollte jetzt auch nicht das sie zum Gespött machte. "Bitte die anderen können sich auch noch äußern."

    @Joshua Woodrow und @Selene Aldthera fehlen noch komplett, die anderen können gerne noch was einwerfen.





    NameStärkenSchwächen
    Aurora Blake BaelishWerwölfeAbwehr-/Schutz- und Patronuszauber
    Calvin McLafforthPatronuszauber
    Abwehr-/Schutzzauber
    Rosemarie Westillaschwarzmagische ZauberVampire/Werwölfe
    Joshua WoodrowAngriffszauber (Duellieren im Mittelfeld)Pratronus
    Selene AldtheraSchutz-/AbwehrzauberAngriffszauber
    Saphira Magistrastumme ZauberDuellieren
    Shelly CoperDuellieren (außerhalb von Stress)Okklumentik, Patronuszauber, Vampire
    Erin Aubrey O'SheaTarn-/SchutzzauberAngriffs-/Verteidigungs-/Patronuszauber, Irrwichte
    Lindy PayneVerteidigungs-/PatronuszauberIrrwichte


    @Felicius McGonagall, @Lindy Payne können sich gerne noch rein schreiben :)




    <3
    Ich liebte die Zeit in Hogwarts, doch genauso gut konnte ich es nicht mehr abwarten endlich arbeiten zu gehen. Seit meinem Praktikum in den Sommerferien habe ich die Luft im Ministerium geschnuppert und ich wollte da wieder hin. Klar es hatte auch was mit einem gewissen auszubildenden zutun, doch auch mit meinem Ziel irgendwann mal Ministerin zu werden. Meine Ferien hatte ich relativ nahe bei der hohen Etage verbracht und ich konnte mir ein guten Einblick verschaffen, doch jetzt war ich wieder hier. Hier hinter den Gemäuern die uns angeblich vor allem beschützen sollte. Doch das konnte sie nicht mehr. Erst Halloween, wo der Angriff in Hogsmeads war und jetzt direkt in Hogwarts. Wie waren sie hier rein gekommen? Wieso konnten uns die Schutzzauber nicht beschützen? Wird es so kommen wie damals zu den Zeiten vom Dunklen Lord? Nein, der war doch gestorben oder? Damals dachten auch alle das er vernichtet wurde und 14 Jahre später kam er wieder. Ja ich habe die Bücher gelesen die um die Legenden von Hogwarts und der Schlacht handeln. Eigentlich habe ich so gut wie 3/4 der Bücher von Hogwarts gelesen. Kein Wunder das ich außer Aurora und Samir nicht wirklich freunde habe, wenn man bedenkt das ich meine Zeit hauptsächlich in der Bibliothek verbracht hatte. Mein Freund muss mich ja auch für ein Freak halten. Ein grinsen gleitet über meine Lippen als ich den Raum für Verteidigung gegen die dunklen Künste betrete und meine beste Freundin auf der Couch liegen sah. MIt einem Augenrollen schupste ich ihre Füße von meiner Sitzfläche und lese die Worte auf der Tafel. "Ihr könnt auch nicht mal warten wa?" fragte ich Aurora und Erin, die auf der anderen Seite von meiner besten Freundin sitzt. Viel hatte ich nie mit Erin zu tun, aber ich hatte nichts gegen sie. Womöglich würde ich sie mögen, hätten wir mit einander zu tun. Ich blickte zu meiner Tasche, die an meine Füßen stand und wieder zur Tafel. Mit einer kleinen Bewegung mit dem Zauberstab lies ich meine Tasche zu den anderen an der Tür schweben und lehnte mich dann zurück. Was hatte Professor Felps heute vor?
    Ihre Frage lies mich schlucken und mich umsehen. Stärken und Schwächen? Wie ich solche Fragen hasse. Ich hörte mir die Antworten meiner Freunde und Klassenkameraden an und dachte nach. "Meine Schwäche ist aufjedenfall der Irrwicht" gab ich ehrlich zu. Mich meiner größten Angst zu stellen war noch nie so einfach gewesen und das dann auch noch in das lustiges zu verwandeln. Mhhhh. "Ich denke der Patronus gelingt mir echt gut" sprach ich weiter. Ob das meine größte Stärke ist. Ich freute mich schon auf die Vorträge bei den Jüngeren, doch welches Thema will ich da behandeln? Mhhhh dies ist eine Komplizierte Frage. "Obwohl mir Entwaffen auch gut gelingt" grinste ich die Professorin an. Eigentlich sollten wir nur eine Stärke angeben, doch wer wäre ich wenn ich mit meinem können nicht angeben würde. Ja womöglich denken viele ich bin überheblich und alles, doch ich wusste eben was ich kann.
    "Entschuldigen Sie Professor - ich war noch im Krankenflügel wegen starken Kopfschmerzen" erklärte ich nachdem ich verspätet zum Unterricht erschien, das war wirklich nichts worauf ich stolz war aber ich hatte wirklich tierische Kopfschmerzen gehabt und wollte so nicht zum Unterricht erscheinen weswegen mein Weg mich in den Krankenflügel geführt hatte, nun wo es mir wieder ein wenig besser ging wollte ich natürlich den wichtigen Stoff auch nicht verpassen weswegen ich die Verspätung in Kauf nahm und mich schnell auf den Rand einer Couch setzte und auf die Tafel schaute, Stärken und Schwächen? Das Klang doch sehr komisch, dennoch ging ich tief in mich ging. Was waren meine Stärken und was meine Schwächen? Dies war wirklich eine gute Frage, ich wusste es im ersten Moment auch gar nicht wirklich, verdammt nochmal woher sollten wir das auch auf der Schnelle wissen, ja gut die anderen waren schon länger hier und wenn ich auf die Tafel schaute schienen sie sich bewusst zu sein wo ihre Stärken und ihre Schwächen waren, jedenfalls weckte dies den Eindruck den ich davon hatte. Schnaufte ich für einen Moment und atmete tiefer ein und aus als es mir lieb war, das Donnern im Kopf fing irgendwie wieder an aber das versuchte ich irgendwie ein wenig weg zu drängen. "Also einen Patronus schaffe ich auch nicht wirklich zustande zu bringen und bei den Vampiren hab ich ab und an Probleme und die Okklumentik ist mir irgendwie noch schleierhaft, aber Sie hatten ja gesagt das Sie das nicht näher behandeln wollen" Sie hatte es gesagt, wobei ich nicht recht wusste wieso sie es nicht weiter ansprechen wollte, es war ein interessantes Thema in meinen Augen, aber so war es eben weswegen ich über meine Stärken nachdachte. Das fand ich irgendwie schwieriger als Schwächen zu finden, immerhin hatte ich mehr Schwächen als Stärken, weswegen ich in mich ging, was konnte ich und was konnte ich nicht? Das war hier die Frage. "Ich denke zu meinen Stärken gehören die Angriffs- und Verteidigungszauber. Ich kann mich gut duellieren" Nicht sonderlich gut, aber gut genug um mich zu verteidigen, glaubte ich zumindest. "... also zumindest wenn kein Stress auf kommt" fügte ich noch mit einem schüchternen Lächeln hinzu, einfach weil ich nicht recht wusste ob dies wirklich eine Stärke war, ich war nicht die beste Schülerin aber auch nicht die schlechteste.

    BITTE KEINE POSTS MEHR VERSPRECHEN! Aufgrund der Tatsache das es nun vermehrt (extrem häufig) dazu kam das Posts versprochen wurde aber dennoch nicht kamen, bitte ich alle diese versprechen mir gegenüber sein zu lassen! Vielen dank!


    Dankbar nickte Selene der Hauskameradin zu, wartete ab, wer noch dazu stieß. Die Spannung nahm mit jeder Minute zu, für die Dunkelhaarige eine Zerreißprobe. Was kam auf sie zu? Wurden sie jetzt gleich in die Mangel genommen? Warum war nur jeder so gelassen, oder waren die anderen auch so angespannt? Nervös huschten die blauen Augen der Rumänin durch das Klassenzimmer, ruhten nie länger als zwei Sekunden an dem selben Ort. Sie wurde immer nervöser und der angebotene Tee änderte rein gar nichts an dieser Tatsache.
    Schließlich betrat Professor Felps das Klassenzimmer, und erlöste sie von der unleidlichen Frage, was wohl Thema dieser Stunde werden würde. Die Schüler sollten sich jeder selbst reflektieren, und über sich nachdenken. Zumindest was ihre magischen Stärken und Schwächen anging. Erleichtert seufzte die Hufflepuff auf. Das war doch relativ einfach.
    Nachdem einige sich schon zu Wort gemeldet und das gesagte entsprechend an der Tafel vermerkt wurde, wagte auch sie sich, die Hand zu heben.
    "A...also...", begann sie leise und räusperte sich leicht, um besser von den Mitschülern verstanden zu werden, "Also, ich bin Schutzzaubern und Abwehrzauber ziemlich gut, allerdings mangelt es mir bei den Angriffszaubern. Der Patronus gelingt mir auch schon besser, auch wenn er noch nicht seine ganze Gestalt entwickelt hat, bin ich zuversichtlich diesen noch komplett zu meistern." Und das war die Wahrheit, sie hatte in der Praxis bei den Angriffszaubern immer ziemlich versagt bisher.


    Meine Wangen färbten sich langsam rot und ich senkte den Blick, bevor ich tief durch atmete. Ich hoffte wirklich die anderen würden das nicht kommentieren, ich war jetzt schon völlig überfordert mit dem ganzen und würde Kommentare dazu nicht wirklich verkraften. Ich starrte den Boden vor mir an und versuchte Verzweifelt meine Gedanken zu ordnen. Worin war ich gut in Verteidigung? Spontan fiel mir nichts wirklich ein und ich ballte die Hände zu Fäusten. Es müsste doch etwas geben was ich auch gut könnte?Irgendetwas? Ich schloss meine Augeb atmete tief durch und versuchte mit aller macht etwas zu finden. Ich wollte Professor Felps nicht enttäuschen und auch beweisen das ich immer gut im Unterricht aufgepasst hätte.
    Eine Erinnerung blitzte in meinem Kopf auf und ich kaute mir etwas auf den Lippen herum "ich beherrsche ungesagte Zauber"kam es mir dann zögerlich über die Lippen " aber das trifft ja auf mehrere Fächer zu, so wirklich weiß ich meine Stärke in diesem Fach nicht, weiß aber das ich eine ziemliche Niete im duellieren bin, ich schaffe es nicht meinen Gegner zu entwaffnen und auf meine Deckung zu achten " murmelte ich weiter, noch immer den Blick auf meineHände gerichtet. Mir fiel nicht mehr ein und so hoffte ich das dass ganze ausreichte und Professor Felps damit mehr anfangen konnte.

    (/habdypost sorry für Schreibfehler )

    Nur widerwillig hatte ich meine Beine von dem Sofa gezogen, damit Lindy es sich neben mir bequem machen konnte und taxierte gleich darauf Erin und mich, was sollte ich auch darauf antworten? Natürlich hätte man warten können, allerdings empfand ich es momentan nicht als angenehm von anderen umgeben zu sein. Ich hatte viel mit meinen eigenen Gedanken und Problemen rund um den Wolf zu tun, um mir ihren verliebten Gesichtsausdruck wegen Declan weiter anzusehen und außerdem vermisste ich jemanden ganz besonders, wollte jedoch nicht weiter über ihn nachdenken, denn ich war hier und er war dort - so starrte ich einfach nur auf die äußere Erscheinung von Professor Felps, welche gerade Saphira in ihren Schwächen und Stärken verbesserte, und bei mir dazu führte den Kopf wieder auf meine Handfläche zu legen, während der Ellenbogen auf der Lehne ruhte - wie lange eigentlich noch? "Wollen Sie nach der Stunde auch ein Gespräch mit mir?", fragte ich doch recht beiläufig, bemühte mich zumindest nicht zu langweilig zu klingen, denn sie konnte ich doch recht gut leiden aber es wurde auffällig wie viele Professoren nach ihrem Unterricht mit mir sprechen wollten. Nebenbei konnte ich nur die anderen Stimmen in meinem Kopf dudeln hören, dort war der Irrwicht eine Schwäche und hier gelangen die Abwehrzauber doch recht passabel. Wenn man bedachte wie lange wir bereits alle zusammen in eine Klasse klingen, brauchte ich nur die Stimmen der anderen vernehmen um zu wissen wer gerade sprach. Meine müden Augen flogen über die Liste an der Tafel, suchte einen Zusammenhang, fand hier und dort einen, verstand jedoch nicht was sie damit bewirken wollte - Gruppenarbeit im Sinne des Zusammenhalts, oder doch eine geheime Weiterführung, weil der Abschlussball noch bei jedem im Kopf steckte - nur wenige würden es zugeben, jedoch steckte es uns allen noch in den Gliedern, das was wir gesehen hatten und doch müssten wir darüber sprechen - nur mit wenigen hatte ich das Wort gesucht, bei den meisten nicht gefunden und doch mussten wir handeln - was wäre auf dem Rücken des Thestral geschehen, wenn mir der Patronus gelungen wäre... ich schob mir eine dunkle Haarsträhne aus dem Gesicht und betrachtete meine Klassenkameraden weiter, wo würden sie später stehen und wann würden wir uns wiedersehen? Ich kämpfte für meine Freunde und Familie, aber nicht für Menschen welche mir ansonsten fremd waren - doch besaß ich mit jedem hier im Raum eine Vergangenheit. Dort war Selene, die ich seit Kinderbeinen auf kannte, waren wir Freunde? Schwer einzuschätzen. Rose, ein Mädchen das ich früher für ihren Mut bewunderte, gerade nach meinem schweren Unfall war ich von ihrem losen Mundwerk begeistert, daneben Calvin McLafforth, mit dem ich einen Schneemann baute und im Schnee stecken ließ, bis er sich von selbst aufrappelte. Und dann gab es diese Mitschüler die mir besonders nahe standen, allen voran mein bester Freund und Vertrauter, ohne den ich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr leben würde, Joshua. Die erste Liebe würde man immer im Herzen tragen, zu den anderen brauchte ich kaum etwas sagen, alles Pappnasen. Es waren nicht mehr nur meine Mitschüler, sondern mit der Zeit waren sie zu Freunde geworden. "Wie konnten wir es nur alle bis hierher schaffen, mh?", fragte ich plötzlich und lächelte in dem Moment Saphira an, regte mich ein wenig auf der Couch. So viele hatten wir ziehen lassen... Kyle, Jadelyn, Derek, Vincent und Marylie... jeder in andere Richtungen und doch waren sie gegangen, hatten andere Wege eingeschlagen. "So viele Jahre sind vergangen und wir haben verdammt viel zusammen erlebt.", so vertraut kamen wir nur selten zusammen, war es ein Hauch der Melancholie aus meiner Stimme zu vernehmen? Ich würde es nicht verneinen, denn zwar freute ich mich auf die Zeit nach Hogwarts aber diese Menschen hier hatten mich sieben Jahre lang auf meinem Weg begleitet. "Sollten wir uns nicht gegenseitig unterstützen in den Schwächen und Stärken, jeder den anderen, gemeinsam und ich denke - ", schwer atmete ich aus. " - nach dem Abschlussball weiß jeder von uns wo seine Schwächen und Stärken liegen.", damit blickte ich direkt Professor Felps an, denn ich war nicht der Meinung das wir diese Liste brauchten, wir hatten es doch am eigenen Leibe zu spüren bekommen wo man uns den Arsch versohlen konnte und wo wir kurz vorm sterben standen. Jemand musste es aussprechen und momentan fühlte ich mich in der Rolle recht gut aufgehoben.

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    "Sieht wohl so aus...", brummelte der Woodrow dem McLafforth sogleich zur Antwort. Hier wurde eindeutig ernsthafter Unterricht mit der gemütlichen Teestunde um fünf Uhr am Nachmittag verwechselt. Und die anwesenden Schüler waren für einen geselligen Nachmittagstee viel zu jung. Zumindest Erin schien sich an den angebotenen Heißgetränken zu erfreuen, er selber verspürte jedoch nicht den Drang, sich dem schrulligen Charme dieser Rentnerveranstaltung zu ergeben und sich ebenfalls zu bedienen. Er kniff die Augen zusammen und schüttelte sich kurz innerlich. "Wollen wir hoffen dass das keine Schmusestunde wird!", schob er noch grummelnd hinterher, bevor Professor Felps die Stunde offiziell einläutete. Ah, sie sollten einen Seelenstriptease hinlegen, sich vor den Kameraden öffnen. Solange es sich nur um Unterrichtsbezogene Dinge und Themen handelte sollte es kein Problem sein. Doch das Konzept war ihm nicht geheuer. Warum sollte er nur seine größte Stärke nennen, aber viel mehr Schwächen?
    Sie waren doch nicht hier um sich selbst an dem zu geißeln, was man nicht konnte. Gute Taktik! Nein wirklich, innerlich gab er der Lehrkraft sarkastischen Applaus, während andere sich schon in wahren Wasserfällen an Worten ersprudelten und frei von der Leber weg erzählten, was sie gut konnten und was nicht. Und wer äußerste sich zuerst? Natürlich Rose, gefolgt von seinem Sitznachbar und dann nach und nach dem Rest der Bande. Doch genau lauschte er nicht, es wurde eh auf der Tafel vermerkt.
    Stattdessen driftete er gedanklich ein wenig in verschiedene Bahnen. Nur als Rauschen vernahm er die verschiedenen Stimmen.
    Er resümierte. Über Dinge, die geschehen waren, die vergangen waren. Nicht mehr vorhanden, verzerrte Erinnerung an vergangene Tage. Kyle, Kristi, Kenny, Jade...sie waren eine verblassende Erinnerung, die nur lebendig gehalten wurde durch Bildnisse und Geschichten die man sich erzählte. Doch nun zurück zum Unterricht, er war einer der letzten die noch eine Antwort abliefern sollten. "Ich würde sagen, dass mir Angriffe sehr gut gelingen, bei Abwehr und Schutzzaubern bin ich wohl eher im Mittelfeld, allerdings hapert es wohl am Balancing, Kontrolle und Taktik. Einen Patronus beschwören kann ich ebenso wenig beschwören..." Und bisher hatte er auch nicht unbedingt das Interesse gehegt, diesen zu erlernen, wenn er ehrlich war.


    Angesprochen wird: @Calvin McLafforth
    ~It`s always important to look your best, when you feel your worst~

    ~And when you die the only kingdom you`ll see
    is two foot wide and six foot deep~